Grub / Großvoggenhof

  • Erste urkundliche Erwähnung 1339
  • Früher soll hier eine Burg des Geschlechts "von Redwitz zu Hastenberg-Grub" gestanden haben
  • von 1360 bis 1806 gehören Grub und Großvoggenhof zum Amt Burgthann, danach werden sie eine selbständige Gemeinde
  • 1823 Bau des Schulhauses
  • 1924 wird eine geplante Umgemeindung in die Oberpfalz von der Bevölkerung abgelehnt.
  • 1968 Errichtung der Leitungswasserversorgung

 

Gleichzeitig mit der Nachbargemeinde Rasch dürfte Grub entstanden sein. Waldreichtum und ausreichende Wasservorkommen waren u.a. Gründe für eine Ansiedlung. Erstmals im Jahr 1339 erscheint der Name Grub oder Grube, vielleicht eine Siedlung bei einer Erzgrube? Auf den Anhöhen bei Grub soll früher auch eine Burg gestanden haben, wie aus dem "Codex für Böhmen" aus der Zeit Karl IV. hervorgeht. Sie gehörte dem Geschlecht "von Redwitz zu Hastenberg-Grub". Die Spuren dieses Geschlechtes verlieren sich 1486; von der Burg ist heute kein Stein mehr zu finden. 1360 bereits kommen Grub und die Vockenhöfe zum Amt Burgthann. In unmittelbarer Nähe von Grub auf dem Dillberg war die sog. "Dreiländerecke". Kurpfalz, markgräfliches und Nürnberger Gebiet stießen dort zusammen Im 16. Jahrhundert gab es unter den verschiedenen Herrschaften Grenzstreitigkeiten, unter den Bewohnern Unstimmigkeiten über die Holzabfuhr und den Viehtrieb. Den Anlass zu letzterem gab häufig der Schafhofbauer von Burgthann, der 600 Schafe zur Weide auf dieses Gebiet trieb. Um den begehrten Holzbezug aus den Geißtalwäldern kam es 1616 zwischen dem Markgrafen und der Stadt Nürnberg mitunter zu handfesten "Händel. Ein verfallener Stollen bei Grub erinnert an den um 1690 beabsichtigten Erzabbau; das zu magere Gestein lohnte jedoch eine Verhüttung nicht. 1806, mit der Auflösung des Amtes Burgthann, wird Grub zusammen mit Großvoggenhof eine selbständige Gemeinde. Zur Verbesserung des Schulzustandes schlugen im Jahr 1822 Mitbürger vor, ein Schulhaus zu errichten, welches im Jahr darauf fertiggestellt war. 1849 wurde es mit einem Türmchen samt Glocke verziert. Der 1845 fertiggestellte Ludwig-Donau-Main-Kanal durchschneidet das Gemeindegebiet auf einer Länge von einem Kilometer. 1898 wird das neue Schulhaus gebaut. Eine Umgemeindung zur Oberpfalz lehnen die Gruber 1924 erfolgreich ab. Weniger erfolgreich verlief der Versuch der Eingemeindung von Gspannberg nach Grub im Jahr 1939 und 1946. 38 heimatvertriebene Familien werden in den Nachkriegsjahren in Grub und Großvoggenhof eingewiesen 1951 wird zwischen Grub und Nürnberg eine öffentliche Busverbindung eingerichtet. Freiwillige Feuerwehr und Gemeinde errichten in der Nähe des Löschteiches das Gerätehaus. Im gleichen Jahr 1968 kommt die Leitungswasserversorgung auch den Gruber Bürgern zugute. Fast einstimmig entschied sich 1971 die Bevölkerung für einen Anschluss an die Gemeinde Burgthann und nicht für die Stadt Altdorf.

(Quelle: "Burgthann - aus der Geschichte der Großgemeinde" von Werner Martin)