Mimberg

Ansicht Mimberg
  • Erste Erwähung aus dem Jahr 1343
  • Die Gehöfte gehörten einem Herrn von Buttendorf, später (1360) Engelhart von Thann
  • Auf dem Gebiet von Mimberg wurden Ackerbau, Viehzucht und Zeidlerei betrieben
  • Von 1850 bis 1971 war eine große Ziegelei ansässig
  • 1950 Einweihung des Eisenbahnhaltepunktes
  • 1952 Eröffnung des AW-Altenheims

 

Die erste urkundliche Erwähnung dieser Ansiedlung stammt aus dem Jahre 1343 und berichtet von einem Gehöft am Berg des Munno "Munnenberg". Dieser Name ändert sich geringfügig und wird um den Zusatz "Obern- und Nieder"-Munperg ergänzt. Dies beweist die Existenz zweier Gehöfte; diese gehören einem Herrn von Buttendorf, später (um1360) Engelhart von Thann, der seinerzeit in der Burg Thann wohnte. Ackerbau, Viehzucht und die Zeidlerei wurden hier betrieben. In einem Honigbüchlein aus dem Jahr 1505 finden sich unter anderem auch die Zeidlergüter von Mimberg. Aus kirchlichen Unterlagen ist zu entnehmen, dass der abseits großer Verkehrswege gelegene Ort harte Zeiten durchzustehen hatte. 1558 starben einige Bewohner an der Pest und der 30-jährige Krieg brachte wiederholt Einquartierungen, die meist in Plünderungen ausarteten. Dank der schweren Ackerböden auf der "Platte" waren die Felderträge aus Getreide, Hanf, Flachs und Kartoffel so gut, dass ein Teil in Nürnberg abgesetzt werden konnte. Die erste Ziegelei in Mimberg entstand aus einem Steinbruch für den König Ludwig-Donau-Main-Kanal im Jahre 1850, kam jedoch schon 1869 unter den Hammer und wechselte den Besitzer. Diese Gebäude standen beim Bau des Bahndamms der "Ostbahn" regelrecht im Wege. In unmittelbarer Nähe der Bahnstrecke erbaute der Unternehmer Emil Hirschmann einen neuen Ziegeleibetrieb. Nach Fertigstellung der Bahnlinie Nürnberg - Regensburg erhält die "Mimberger Dampfziegelei" einen eigenen Gleisanschluss. Besonders auf den Nürnberger Wohnbaustellen fanden Mimberger Mauersteine Verwendung. Doch bald mangelte es am Rohmaterial und der Besitzer musste sein Werk verkaufen. Die wichtigsten Einrichtungen fielen einem Brand im Jahr 1913 zum Opfer und 1917 wird schließlich die Stein-Fertigung vollständig eingestellt. 1923 wurden die letzten Betriebsgebäude der einst größten und modernsten Dampfziegelei Frankens beseitigt. Den 2. Weltkrieg übersteht Mimberg unbeschadet. Am 14. Mai 1950 wurde der von der Bevölkerung in Gemeinschaftsarbeit errichtete Eisenbahn-Haltepunkt eingeweiht. 130 Mimberger Bürger leisteten für diesen Bau insgesamt 6500 freiwillige und unentgeltliche Arbeitsstunden. Am 29. Juni 1952 konnte die Eröffnung des AW-Altenheimes gefeiert werden. Für die Unterbringung pflegebedürftiger Personen entstand bis zum 15. Februar 1958 der sechsgeschossige Neubau, für Pflegepersonalwohnungen wurde bis Ende 1966 ein eigener Bau errichtet. Bereits 1955 entstand das AW-Ferien-Kinderheim. Eine Bürgerinitiative fordert 1971 die Umgemeindung Mimbergs nach Schwarzenbruck, dieser Antrag wurde aber vom Gemeinderat einstimmig abgelehnt. Damit bleibt der Ort ein Teil der Großgemeinde Burgthann.


(Quelle: "Burgthann - aus der Geschichte der Großgemeinde" von Werner Martin)