Schwarzenbach

Ansicht Schwarzenbach
  • Geschichte reicht bis in die karolingische Siedlungszeit des 9. Jahrhunderts zurück.
  • Erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1289
  • Im 30jährigen Krieg, besonders aber ab 1632 hatte die hiesige Bevölkerung Überfälle und Plünderungen durchzustehen
  • Im Juli 1796 wurde das Dorf von preußischen Husaren besetzt
  • Im Jahr 1806 wird Schwarzenbach mit dem Übergang an das Königreich Bayern eine selbständige Gemeinde
  • Der Bau des König-Ludwig-Donau-Main-Kanals durch das Gemeindegebiet erfordert 1836 den Abbruch zweier Bauernhöfe.
  • Für die Unterbringung der bis zu 300 am Kanalbau Beschäftigten wurden eigene Gebäude errichtet, die sog. "Kaserne".
  • Am 17. Juli 1925 wurde das "Wahrzeichen" Schwarzenbachs, der "Glocken- und Uhrenturm" feierlich eingeweiht.
  • In den Kriegsjahren wird unter Einsatz französischer und jugoslawischer Kriegsgefangener die Hälfte der Ortsverbindungsstraße nach Burgthann gebaut. Am Ende des Krieges kommt es zu Kampfhandlungen, in deren Verlauf ein Bürger tödlich verwundet wird und einige Häuser durch Granateinschläge beschädigt werden.
  • Die Ausweisung von Wohnbaugelände in den Jahren 1963 und 1970 führen in Schwarzenbach zu einer regen Bautätigkeit.
  • Zum 1. Januar 1972 wird Schwarzenbach ein Ortsteil der Großgemeinde Burgthann

 

Bis in die karolingische Siedlungszeit des 9. Jahrhunderts zurück reicht die Geschichte von Schwarzenbach, dessen Namen vom durchfließenden gleichnamigen Gewässer abgeleitet wurde. Einst zum Reichsgut Altdorf gehörig, teilte es mit diesem den Ablauf der Geschichte. In der ersten Urkunde über Schwarzenbach aus dem Jahr 1289 wird Friedrich III., Burggraf von Nürnberg, mit hiesigen Gütern des Geschlechtes "von Rindsmaul" belehnt. 1344 war Hartmann II. von Rindsmaul Herr über elf Höhe im Dorf. In den Jahren nach 1374 gelangte das Reichsgut über Herzog Ludwig von der Pfalz an die Reichsstadt Nürnberg. In einem Streit über die Oberhoheit im Dorf zwischen Nürnberg und dem Markgrafen von Ansbach wurde sogar das Reichsgericht angerufen. Dies sprach 1583 das Dorf den Nürnbergern zu. Von weiteren Reibereien im Laufe der Jahre zwischen dem Nürnberger Pfleger von Altdorf und dem markgräflichen Amtmann von Burgthann berichtet die Chronik. Die Hochgerichtsbarkeit für Schwarzenbach blieb jedoch bei Altdorf, während die Gemeindeherrschaft von beiden gleichzeitig ausgeübt wurde. Im 30jährigen Krieg, besonders aber ab 1632 hatte die hiesige Bevölkerung Überfälle und Plünderungen durchzustehen. Im Juli 1796 wurde das Dorf von preußischen Husaren besetzt. Im Jahr darauf wird Schwarzenbach dem Kammeramt Burgthann unterstellt und wird mit dem Übergang der Gebiete Ansbachs und Nürnbergs an das Königreich Bayern im Jahre 1806 eine selbständige Gemeinde. Der Bau des König-Ludwig-Donau-Main-Kanals durch das Gemeindegebiet erfordert 1836 den Abbruch zweier Bauernhöfe. Für die Unterbringung der bis zu 300 am Kanalbau Beschäftigten wurden eigene Gebäude errichtet, die sog. "Kaserne". Wegen der stark gestiegenen Schülerzahl entschloss sich die Gemeinde 1869 zum Bau eines neuen Schulhauses mit Lehrerwohnung, aber erst 1880 war das zweistöckige Gebäude fertiggestellt und erfüllt es einen Zweck bis zur Aufgabe im Jahr 1971. Am 17. Juli 1925 wurde das "Wahrzeichen" Schwarzenbachs, der "Glocken- und Uhrenturm" (s. Sehenswürdigkeiten = Link) feierlich eingeweiht. In den Kriegsjahren wird unter Einsatz französischer und jugoslawischer Kriegsgefangener die Hälfte der Ortsverbindungsstraße nach Burgthann gebaut. Am Ende des Krieges kommt es zu Kampfhandlungen, in deren Verlauf ein Bürger tödlich verwundet wird und einige Häuser durch Granateinschläge beschädigt werden. 1957 wird für die "Talgemeinden" eine gemeinsame Wasserversorgung errichtet. In Gemeinschaftsarbeit und zum Teil unentgeltlich wird im Jahr 1967 ein Friedhof samt Aussegnungshalle erstellt. Die Ausweisung von Wohnbaugelände in den Jahren 1963 und 1970 führen in Schwarzenbach zu einer regen Bautätigkeit. Nach einer Mehrheitsentscheidung der Bevölkerung unterzeichneten die Gemeindevertreter am 10. Dezember 1971 die Eingemeindungsverträge nach Burgthann. Zum 1. Januar wird Schwarzenbach zusammen mit dem Weiler Osterhof ein Ortsteil der Großgemeinde Burgthann.

(Quelle: "Burgthann - aus der Geschichte der Großgemeinde" von Werner Martin)

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